Ein Sixpack bekommen: Fünf Fitnesslügen entlarvt

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Um kaum einen Bereich im Kraftsport ranken sich so viele Mythen wie um das richtige Bauchmuskeltraining. Auf dem langen Weg, den viele Sportler auf sich nehmen, damit sie ein Sixpack bekommen, gibt es einige Stolpersteine in Form von Fitness-Lügen; Halbwahrheiten, die sich über die Jahre entwickelt haben und nach denen viele Athleten fälschlicherweise ihr Training ausrichten. Damit ist hier allerdings Schluss: damit ihr im Studio keine Zeit mit ineffizientem Training vergeudet und euer Trainingsplan Muskelaufbau begünstigt, hat es sich german-aesthetics zur Aufgabe gemacht, populäre Fitnessgerüchte für euch zu entlarven! Wir klären mit euch heute fünf weit verbreitete Fitnessirrtümer auf, die vielen Sportlern, die ein Sixpack bekommen möchten, schon viel zu lange im Kopf herumgeistern und deren Erfolge auf dem Weg zum Vorzeigebauch verhageln.

Folgende „Tipps“ besser vermeiden, wenn ihr ein Sixpack bekommen wollt

Fitnesslüge Nr.1: Viele Wiederholungen sind effektiv

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Wer ein Sixpack bekommen möchte, hat diesen Tipp bestimmt schon einmal im Fitnessstudio aufgeschnappt oder in einem kostenlosen Trainingsplan gelesen: Die Bauchmuskeln müssen angeblich mit hohem Volumen trainiert werden, und wer sich mit 200 Sit-Ups abrackert, wird nach ein paar Wochen mit einem flachen und muskulösen Bauch belohnt.
Kurzum: Völliger Blödsinn! Die Bauchmuskeln unterscheiden sich nicht bemerkenswert von den anderen Muskeln in eurem Körper, weshalb hier auch keine extra Spielregeln gelten. Trainiert euren Bauch wie die übliche Muskulatur in eurem Körper auch mit sinnvollen Wiederholungszahlen, und lasst ewige Sit-Up Sessions damit endgültig der Vergangenheit angehören! Was uns auch schon zum nächsten Punkt bringt:

Fitnessirrtum Nr.2: Tägliches Bauchmuskeltraining

Ein weiterer Klassiker unter den Irrtümern, die uns im Trainingsalltag begegnen: Ein Sixpack bekommen, das geht dem Gerücht nach am schnellsten, wenn man seinen Bauch täglich trainiert.
Ihr ahnt es sicher schon: Auch dieser Tipp wird euch nicht weiter bringen, er ist schlichtweg falsch. Wie bereits erwähnt, für eure Bauchmuskulatur wird keine Extrawurst gebraten, auch sie benötigt Ruhe nach einem harten Workout. Integriert Bauchmuskeltraining in euren regulären Trainingsplan, so werdet ihr schneller ein Sixpack bekommen, als wenn ihr sie jeden Tag malträtiert.

Fitnessgerücht Nr.3: Sit-Ups regen die lokale Fettverbrennung an

Wem ist es aufgefallen? Dieser Fitnesstipp vereint sogar gleich zwei Unwahrheiten: Zum einen geht er davon aus, dass Bauchmuskelübungen gezielt Fett verbrennen, zum anderen geht er von lokaler Fettverbrennung aus, einem Phänomen, welches nicht existiert.
Richtig ist: Mit Bauchmuskeltraining lässt sich keine gezielte Fettreduktion erreichen [1]. Zum Abnehmen gehört immer eine saubere und konsequent durchgeführte Diät, nur Bauchübungen alleine führen nicht zum Erfolg und ihr werdet damit auch bestimmt kein Sixpack bekommen.

Fitnesslapsus Nr.4: Bauchtraining mit Gewichten steigert die Effektivität

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Kommen wir zu einem Sonderfall, in dem sich die Bauchmuskulatur tatsächlich etwas vom Rest unterscheidet: Die Annahme, um Gewicht ergänzte Bauchübungen seien effizienter als Training ohne Gewichte, ist nicht ganz korrekt. Es konnte gezeigt werden, dass die Muskelaktivität bei der Hinzunahme kleiner Gewichtsmengen nicht signifikant zunimmt. Einzig eine Belastung, mit der nur noch minimale Wiederholungszahlen möglich sind, steigert die Effektivität [2]. Gute Nachrichten also für alle, die ein Sixpack bekommen möchten: Ihr müsst keine Zusatzgewichte beim Training verwenden!

Fitnessmärchen Nr.5: Bauchgeräte wirken Wunder

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Viele Sportler, die ihr Krafttraining zu Hause absolvieren, schwören auf Bauchgeräte. Ob aus dem Fachhandel, Internet oder im Tele-Shopping erstanden – Geräte zum Bauchtraining versprechen bessere Ergebnisse und locken Kunden damit, dass sie nach dem Kauf des jeweiligen Produktes schnell ein Sixpack bekommen.
Dem ist allerdings nicht so: Viele Bauchmuskelgeräte schaffen es nicht einmal, den Wirkungsgrad einer gewöhnlichen Crunch-Übung zu erreichen [3]! Spart euch also lieber das Geld, mit traditionellem Bauchtraining fahrt ihr im Normalfall mindestens genauso gut!

Quellen:
[1] “The effect of abdominal exercise on abdominal fat“. SS Vispute et alt. Journal of strength and condition research, 2011.
[2] “EMG activation of abdominal muscles in the crunch exercise performed with
different external loads”. AC Moraes et alt. Physical therapy in sport, 2009.
[3] “Electromyographic Analysis of Abdominal Muscle Activity Using Portable Abdominal Exercise Devices and a Traditional Crunch”. Eric Sternlicht, Stuart Rugg. Journal of strength and conditioning research, 2003.

Bildquelle: DVIDSHUB (Flickr, CC BY 2.0), sjbresnahan (Flickr, CC BY-SA 2.0)

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Comments

  1. Hi Leute,
    seit Jahren schon glaube ich nicht was irgendjemand irgendwo ohne Sinn und Verstand niederschreibt. ich behandle meinen Bauch wie jeden anderen Muskel auch. Ich gönne ihm Pausen und er wird nicht mit übertrieben vielen Wiederholungszahlen bearbeitet. Zusatzgewicht verwende ich ebenfalls nicht da der Bauch eine Stützmuskulatur ist und Zusatzgewichte eher kontraproduktiv sein könnten. Vielleicht mach ich es ja doch richtig. :D
    Macht weiter so…

    Viele Grüße

  2. Simon Gilles says:

    Wie jedes Jahr im Januar, kommen die guten Vorsätze zum Vorschein.
    Danke an die Seite.
    Vielleicht bleib ich durch die Tipps und die seriöse Beschreibung, endlich mal am Ball.
    Weiter so!

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