Kre-Alkalyn Einnahme: Hat Creatin Monohydrat ausgedient?

Werbung

Supplements auf Creatinbasis üben einen ganz besonderen Reiz auf Sportler im Krafttraining aus: Eine Creatin Einnahme kann nicht nur für eine bessere Muskelausdauer, sondern auch für besseres Muskelwachstum sorgen. Kre-Alkalyn soll diese Effekte nun noch mal verstärken – aber funktioniert das wirklich? Ob eine Kre-Alkalyn Einnahme wirklich Vorteile gegenüber herkömmlichem Monohydrat bringt, welche Auswirkungen ihr euch für euer Krafttraining versprechen könnt und ob Nebenwirkungen in Zusammenhang mit einer regelmäßigen Kre-Alkalyn Einnahme bekannt sind – german-aesthetics liefert euch wie immer wissenschaftlich fundierte Fakten, damit ihr euch eine eigene Meinung über dieses Nahrungsergänzungsmittel bilden könnt!

Die Idee hinter Kre-Alkalyn

Werbung

Dieses Supp wurde entwickelt, um eine große Schwäche des normalen Monohydratpulvers auszugleichen: die Aufnahmeeffizienz. Creatin zerfällt im Magen auf Grund seines niedrigen pH-Werts teilweise zu Creatinin. Dieses ist für den Muskelaufbau allerdings irrelevant, da es einfach über den Urin ausgeschüttet wird – von der ursprünglichen Menge der Gabe bleibt also nur ein gewisser Teil übrig, der dann tatsächlich in der Muskulatur Verwendung findet. An dieser Stelle setzt Kre-Alkalyn an! Mittels eines Puffers soll hier die Aufnahme und Weiterverarbeitung verbessert werden. Das Prinzip ist dabei recht simpel: Der pH-Wert wird durch die Hinzugabe von Natriumhydrogencarbonat erhöht, so dass das Creatin im Magen nicht zerfällt!

Die richtige Einnahme von Kre-Alkalyn

Auf Grund dieses Effekts ändert sich die Dosierung bei einer Kre-Alkalyn Einnahme im Vergleich zur Einnahme von reinem Monohydrat: Da die Aufnahme verbessert wird, könnt ihr kleinere Mengen zu euch nehmen. Kre-Alkalyn wird unter anderem in Kapseln vertrieben, der Hersteller und Patentinhaber EFX empfiehlt die Dosierung in Mengen von 2 Kapseln a 750mg. Wichtig: Viel trinken! Der Erfolg einer Kre-Alkalyn Einnahme steht, genau wie der sichere und nachhaltige Gebrauch, in direktem Verhältnis zu eurer Wasseraufnahme, wie ihr es bereits vom Monohydrat kennt. Idealerweise soll die Kre-Alkalyn Einnahme laut EFX morgens nach dem Aufstehen und eine Stunde vor dem Krafttraining erfolgen – an trainingsfreien Tagen wird ebenfalls nicht pausiert.

Creatin oder Kre-Alkalyn Einnahme: Was ist besser?

Der Unterschied ist nun klar, doch: Welche Alternative ist die bessere? Der erste Faktor, nach dem wir bewerten wollen, ist der Preis. Hier verliert Kre-Alkalyn, da es teurer ist und eine Kre-Alkalyn Einnahme daher auf lange Sicht mehr auf den Geldbeutel geht. Der zweite Faktor, das Potential für Sport und Krafttraining. Die ersten Untersuchungen hinsichtlich der Wirkung von Kre-Alkalyn sind bereits einige Jahre alt: 2004 konnte bei Schwimmern eine Leistungssteigerung in Zusammenhang mit einer Kre-Alkalyn Einnahme nachgewiesen werden [1]. Verstärkt werden diese Ergebnisse noch durch eine aktuelle, im Januar 2013 veröffentlichten Studie, in der Sprinter entweder Kre-Alkalyn, pures Creatin oder ein Placebo bekamen – die Leistungssteigerung war in der Kre-Alkalyn Gruppe am größten [2].

Werbung

Dennoch, ganz unumstritten ist die Überlegenheit einer Kre-Alkalyn Einnahme nicht. In einer Studie, in der 2012 Creapure mit Kre-Alkalyn verglichen wurden, konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Produkten festgestellt werden, selbst bei gleicher Dosierung [3].

Finger weg oder zuschlagen?

Werbung

Wer sich überlegt, ob er dieses Supplement ausprobieren soll, für den sei an dieser Stelle gesagt: Bei Kre-Alkalyn handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, dessen Wirkung in diversen Untersuchungen belegt wurde – anders als z.B. bei L-Carnitin könnt ihr also tatsächlich von positiven Effekten auf euer Krafttraining ausgehen. Ob es allerdings wirklich effektiver als der Klassiker Creatin Monohydrat ist, das lässt sich nicht zweifelsfrei sagen. Wer also bereits mit Creatin herumexperimentiert hat, für den könnte eine Kre-Alkalyn Einnahme interessant sein um herauszufinden, ob sich die Leistungssteigerung im Krafttraining noch einmal optimieren lässt, zumal keine Nebenwirkungen bekannt sind. Hört also auf euer Bauchgefühl und euren Geldbeutel bei der Entscheidung, ob ihr Kre-Alkalyn eine Chance oder sogar den Vorzug gebt.

Quellen:
[1] “Combined creatine and sodium bicarbonate supplementation enhances interval swimming”. AA Mero et alt. Journal of strength and conditioning research, 2004.
[2] “Effects of combined creatine and sodium bicarbonate supplementation on repeated sprint performance in trained men”. JJ Barber et alt. Journal of strength and conditioning research, 2013.
[3] “A buffered form of creatine does not promote greater changes in muscle creatine content, body composition, or training adaptations than creatine monohydrate”. AR Jagim et alt. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 2012.

Bildquelle: Crossfit Kandahar (Flickr, CC BY-SA 2.0), CrossfitPaleoDietFitnessClasses (Flickr, CC BY 2.0), Joint Base Elmendorf-Richardson (Flickr, CC BY 2.0)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...
Wir konnten dir mit diesem Artikel weiterhelfen?
Profitiere auch künftig von Trainings- & Ernährungstipps sowie exklusiven Inhalten!
E-Mail* Vorname

Comments

  1. Martin says:

    Hallo,

    zum Thema Kre-Alkalyn = Creatin plus Natriumhydrogencarbonat und teuerer als Creatin folgendes:

    Natriumhydrogencarbonat ist im Prinzip Backpulver (siehe Wikipedia). Das könnt Ihr euch leicht selber zusammenmixen und teuer iost das überhaupt nicht.
    Wer wert auf chemische Reinheit legt, bestellt sich das am Besten bei Carl-Roth in Karlsruhe.
    Der Geschmack ist allerdings grenzwertig, da diese Base fies nach Seifenwasser schmeckt.
    Da könnt Ihr zur Neutralisierung der Magensäure auch l-Arginin nehmen (aber nicht Arginin-HCL). Das sollte den PH-Wert auch deutlich anheben. Geschmacklich spielt es aber in der gleichen Liga.

    Ich werde das demnächst mal im Selbstversuch testen.

    Grüsse

    Martin
    (Connie der Chemiker)

Speak Your Mind

*