Real Talk: Warum dich dein Training nicht glücklich macht | (RTGA2)

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Real Talk mit German-Aesthetics geht in die zweite Runde! Wie bereits im ersten Teil unserer neuen Artikelreihe, zeigen wir auch dieses Mal jeglicher Political Correctness den Mittelfinger und erzählen euch die ungeschminkte Wahrheit über euer Training!
Im ersten Teil von RTGA haben wir euch gezeigt, wie die Fitnessindustrie an euch Geld verdient. Dieses System funktioniert allerdings nur, solange ihr unzufrieden mit euch selbst seid! Im zweiten Teil von RTGA dreht sich daher alles um euch, euer Selbstbild und wieso euch Krafttraining – wie ihr es jetzt kennt – niemals glücklich machen wird.

Sportler am Boden

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Denk einmal darüber nach: Wie oft siehst du jemanden im Fitnessstudio lachen? Erschreckend selten, oder – verglichen damit, dass hier nur Menschen rumhängen, die an sich arbeiten und etwas in ihrem Leben verändern wollen. Dabei gäbe es doch eigentlich allen Grund zur Freude in dieser „Interessengemeinschaft der Selbstverbesserer“!
Doch die Realität sieht anders aus: Wer schon mal in einem der vielen Fitness-Discounter des Landes trainiert hat, weiß, dass der Durchschnittspumper meist ziemlich grimmig dreinschaut und von seiner Außenwelt komplett durch Kopfhörer abgeschirmt ist. Unglücklich und introvertiert – das sind zwei Merkmale, die viele Studiogänger verbindet, vom Anfänger bis zum erfahrenen Kraftsportler, der schon seit Jahren am Eisen ist. Aber warum ist das so: Wieso macht uns Krafttraining nicht glücklich?

Überblick:

Die Wurzel allen Übels

Ob du in einem Geschäft beraten wirst, einen Selbsthilferatgeber liest oder im Internet mit bunten Werbebannern konfrontiert wirst – die Message ist immer dieselbe:

„Du bist etwas Besonderes!“

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Überall wird uns Honig ums Maul geschmiert und eine Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen, meist in der Absicht, uns etwas zu verkaufen. Aber die über Massenmedien hinausposaunte Offenbarung unserer eigenen Besonderheit hat noch einen anderen Effekt auf uns: Sie verändert unser Denken.
Der englische Begriff special snowflake beschreibt dieses Selbstverständnis der eigenen Einzigartigkeit sehr treffend: Wir fühlen uns anders als andere, besser – auch im Supermarkt tönt es täglich durch die Lautsprecher: „Gönn DIR heute mal etwas, DU hast es DIR verdient!“. Wodurch? Fragt keiner.
Wenn wir also angeblich so besonders sind, was sollte uns dann davon abhalten, durch Krafttraining erfolgreich und glücklich zu werden?

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Drei unüberwindbare Hürden

Die meisten (angehenden) Sportlerinnen und Sportler rennen einem der folgenden Dinge hinterher:

  • einem optischen Vorbild
  • irgendwelchen Kraftwerten
  • einer bestimmten Zahl auf der Waage

Die Krux an der Sache: Jedes dieser Ziele ist eine Schimäre – ein Trugbild, das dich nie erfüllen wird. Warum?
Die Antwort auf diese Frage liefern uns die Mathematik und die Logik. Fangen wir mit der Mathematik an:


Quelle: Wikipedia

Ouh, was sind denn das für komische Symbole…keine Sorge, es ist eigentlich ganz einfach: Die Gaußsche Normalverteilung ist in der Mathematik ein Maß für die Verteilung von Wahrscheinlichkeiten. Ob wir uns nun mit der durchschnittlichen Körpergröße von Menschen, dem Gewicht von Brötchen oder der Anzahl an Stunden, in denen in Südhessen die Sonne scheint, befassen, für sie alle gilt: es lässt sich auf Basis von Daten ein Durchschnittswert ermitteln.
So wie ein durchschnittlicher deutscher Mann also 178cm groß ist und ein Bäckerbrötchen durchschnittlich 50g wiegt, so scheint in Südhessen durchschnittlich 1515 Stunden im Jahr die Sonne. Dieser Durchschnittswert ist die 0 in unserer Grafik und steht für das wahrscheinlichste Ergebnis.
Ein Beispiel, um das zu verdeutlichen: Angenommen, wir lassen 1000 Männer antanzen, vermessen deren Körpergröße, schreiben uns das jeweilige Ergebnis auf und zählen am Ende, wie viele Männer jeweils wie groß waren. Sollten wir hierbei zum Beispiel feststellen, dass die meisten Männer 178cm groß waren, so ist 178cm unser besagter Durchschnittswert. Soweit so gut.

Nun hat man festgestellt, dass sich in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens Messwerte um einen Durchschnittswert immer auf dieselbe Art und Weise verteilen (Körpergröße, Brötchengewicht, Sonnenstunden…), sie sind also “normal-verteilt”.
Das andere Symbol, σ, beschreibt in diesem Kontext die so genannte Standardabweichung um den Durchschnittswert herum. Die Standardabweichung gibt die durchschnittliche Abweichung vom Durchschnittswert an, also die durchschnittliche Entfernung aller Messwerte zum Mittelwert.
Ist die Standardabweichung bei unserem normalverteilten Beispiel also z.B. “8”, so ergibt sich daraus, dass der Großteil der gemessenen Männer bis zu 8cm kleiner oder größer als 178cm ist. Bei normalverteilten Wahrscheinlichkeiten liegen dabei gut 68% aller Ergebnisse im Bereich von 1 Standardabweichung um den Mittelwert, 68% aller Männer wären also zwischen 170cm-186cm groß. Aber: Was hat das mit Muskelaufbau zu tun?

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Die optische Hürde

Je mehr Standardabweichungen ins Spiel kommen, umso wahrscheinlicher wird das Ergebnis. Hierbei reicht es schlussendlich schon, die Standardabweichung lediglich zu verdoppeln (2 mal σ), und es werden bereits mehr als 95% aller zu erwartenden Ergebnisse abgedeckt!
Für unser Größenbeispiel heißt das: Während bei einer Standardabweichung von 8 insgesamt 68% aller Männer zwischen 170cm-186cm groß sind, gilt, dass insgesamt gut 95% aller Männer zwischen 162cm-194cm groß sind (2 x 8 = 16. 178cm-16=162cm bzw. 178cm+16=194cm). Die Chance, einen 220cm großen Mann zu treffen? Sehr unwahrscheinlich.

Dasselbe gilt für den Muskelaufbau: Fassen wir der Einfachheit halber alle Faktoren, die unseren Muskelaufbau mitbeeinflussen, unter dem Begriff Muskelaufbaupotential zusammen.
Wenn wir nun davon ausgehen, dass das Muskelaufbaupotential von Menschen annähernd normalverteilt ist, so ergibt sich daraus, dass es auch dafür einen Durchschnitt gibt. Ebenso ergibt sich daraus, dass 68% aller Menschen ein durchschnittliches oder etwas besseres (oder schlechteres!) Muskelaufbaupotential als der allgemeine Durchschnitt besitzen – Hallo 1. Standardabweichung.
Nun wollen wir aber nicht “durchschnittlich” sein, wir sind ja etwas “besonderes”. Zumindest erzählt man uns das ja ständig. Aber: Wie groß sind die Chancen, dass wir ein weit überdurchschnittliches Muskelaufbaupotential besitzen wirklich?

Bodybuildingcontest

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Gehen wir davon aus, dass es mindestens 4 Standardabweichungen benötigt, um zu dem Teil der Menschheit zu gehören, der weltweit für seine/ihre “genetics” bewundert wird.
Wie hoch ist hier die Wahrscheinlichkeit, insgesamt über 4 Standardabweichungen vom Durchschnitt in positiver Richtung entfernt zu sein? Die Stochastik sagt: 0,0035%.
1 von über 28.500 Menschen hat demnach das Muskelaufbaupotential, das es benötigt, um ganz oben mitzuspielen. Fang schonmal an, bei dir und deinen Kumpels abzuzählen, wer das sein könnte. Moment, wie viele sportbegeisterte Facebook-Freunde hast du nochmal…?

Deine Chance, irgendwann genau so wie eine zurecht gephotoshoppte genetische Ausnahme auszusehen, ist realistisch betrachtet extrem gering. Die Chance hingegen, sich auf Grund von krankhaftem und falschem Trainingsehrgeiz nachhaltig zu verletzen oder als depressiver Troll mit Steroid-Akne in irgendeinem Bodybuilding-Forum zu enden – wahrscheinlich deutlich höher.

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Die Kraft-Hürde

Die Wurzel allen Übels liegt also in unserem Kopf: Wir vergleichen uns nicht nur ständig (vor allem optisch) mit anderen, sondern haben noch dazu komplett illusorische Vergleichswerte, die höchst unwahrscheinlich sind, uns aber täglich unter die Nase gerieben werden – den Medien sei Dank!
Aber wenn es schon mit der Wunschfigur nicht klappt, macht dann wenigstens die Aussage “Ich drück 100kg auf der Bank” glücklich?

Auch hierbei sind wir leider mit einem Problem konfrontiert, dass wir bereits aus der Berufswelt kennen:

“Das Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter”

Haben wir nach Jahren des Trainings eine für uns magische Hürde überschritten, folgt auf den kurzen Moment der Glückseligkeit das frustrierende Eingeständnis, dass der Typ neben uns gerade unser neues Maximalgewicht zum Aufwärmen verwendet.
Und unser Gehirn hilft dabei kräftig mit: Mit Hilfe des psychologischen Phänomens der selektiven Wahrnehmung macht es uns auch noch genau auf die Menschen aufmerksam, die stärker sind als wir – den Rest blendet es elegant aus.

Aber selbst wenn wir es schaffen sollten, unser Kraftziel zu erreichen – was gegebenenfalls sogar wahrscheinlicher ist, als unserem optischen Vorbild zu entsprechen – stellt sich anschließend die entscheidende Frage: “Was nun?”.
Was füllt die dadurch entstehende Leere nach unserem stolzen Selfie für Instagram auf, die schreit: “Ziel erreicht. Und jetzt?”

Genau hier beginnt die Reise, die unser Rad immer schneller und schneller spinnen lässt, während wir selbst unter immer größeren Stress geraten. Anfänger wie Fortgeschrittene sind übrigens gleichermaßen betroffen, die benchmark wandert einfach nur mit:
Während wir uns anfänglich nur mit unseren Freunden, Bekannten und anderen Neulingen im eigenen gym vergleichen, wachsen unsere Vergleichswerte mit unseren eigenen Muskelbergen mit. Dank der selektiven Wahrnehmung unseres Gehirns fallen uns immer neue Gesichter (die eigentlich schon immer da waren) in unserem gym auf, die immer gerade etwas stärker sind als wir und uns die Freude über unsere Leistung kaputt machen und uns emotional unter Druck setzen – schließlich sind WIR doch besonders, verdammt!

Kraftsportler neben einer Langhantel am Boden

Gefährlich wird es insbesondere dann, wenn sich zu diesen ständigen emotionalen Frustrationen die Erkenntnis gesellt, dass es ja nicht mehr “so schnell wie am Anfang” vorwärts geht, wenn wir beginnen gefühlt zu stagnieren. Im Kraftsport ist das meist nach etwa 5-7 Jahren konsequenten Trainings der Fall.
An dieser Stelle (wenn nicht schon viel früher) erliegen viele Sportler schließlich der Versuchung anabole Steroide zu verwenden, wie sich in jedem Bodybuildingforum im Netz nachlesen lässt, um sich den “rechtmäßigen Platz an der Spitze” teuer zu erkaufen.
Sich für jeden Thread, Meine erste Testo-Kur, den jemand mit 5-7 Jahren Trainingserfahrung erstellt hat, einen shot reinzuhauen, ist eine effektive Möglichkeit für ein Trinkspiel, bei dem am Ende alle voll sind.

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Die Gewichts-Hürde

Der dritte Gegenstand, der Sportler neben Spiegel und Hantel unter Dauerstress versetzt, ist die Waage: Während die einen immer mehr “gainen” wollen, um sich irgendeinem aus der Luft gegriffenen Kraftziel zu nähern, versuchen die anderen, zu “shredden”, um sich der definierten Form ihres optischen Idols zu nähern.
Und während die einen durch ihre Völlerei aufgehen wie eine Brezel im Ofen, verlieren die anderen alles, was ihnen jemals Form und Kontur gegeben hat, in kurzfristigen Cräshdiäten – schließlich reichen uns ja angeblich 6-10 Wochen, um “sexy” zu werden! Zumindest erzählt uns das die Werbung.

Leider finden wir oftmals nicht das richtige Maß, und der einfache Grund dafür ist unsere Fixierung auf die Zahlen:
Mit 90kg Körpergewicht drücken wir X auf der Bank, mit 100kg Y…das Rad dreht sich immer weiter, wir müssen ständig “mehr gainen”, sind rastlos und dennoch unzufrieden, weil immer einer noch stärker ist.
Dasselbe in grün gilt für Diäten: Wer glaubt, dass ihn eine bestimmte Zahl auf der Waage glücklich macht, sieht sich spätestens beim Blick in den Spiegel mit der bitteren Realität konfrontiert, dass immer noch irgendetwas nicht stimmt, selbst wenn die Waage doch eigentlich das Ziel verkündet. Und bevor wir uns versehen, entsprechen wir eher dem Term “magersüchtig” als “ripped”…

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Die Lösung des Problems

Wie wir gesehen haben, macht uns nicht nur der ständige Vergleich mit anderen – egal ob in Sachen Optik, Kraft oder Gewicht – zu schaffen, sondern auch unser Anspruch der eigenen Besonderheit, unsere special snowflake-Mentalität.
Doch was kann man dagegen tun, um in dieser Situation bei Trost zu bleiben?

Frustrierter Footballspieler

Der erste Schritt zum Glück

Ein schöner Gedanke des amerikanischen Bestseller-Autoren Mark Manson aus seinem Buch The subtle art of not giving a fuck lautet:

“Akzeptiere, dass du normal bist. Das ist OK so!”

Insbesondere mit dem verstärkten Aufkommen der sozialen Medien in den letzten Jahren haben wir nach Manson damit aufgehört, “normal” zu sein mit “ok” zu sein gleichzusetzen – wir assoziieren “normal” neuerdings mit “Fehlschlag”, obwohl kein Mangel vorliegt.
Interessanterweise zählen aus diesem Blickwinkel betrachtet nicht nur die Überdurchschnittlichen, die wir bewundern, zu den Gewinnern, sondern auch die Unterdurchschnittlichen. Ihnen kann Mitleid geschenkt werden, und Mitleid bedeutet vor allem auch eins: Aufmerksamkeit. Weder Bewunderung noch Aufmerksamkeit durch Mitleid erfahren jedoch diejenigen, die schlicht und einfach “normal” sind.

Wenn wir also akzeptieren, dass wir und die meisten von uns einfach ganz “normal” sind – gewöhnliche, (hoffentlich) gesunde Menschen, denen es sonst gut geht – dann ist das schon einmal eine Erkenntnis, mit der es sich deutlich entspannter leben lässt:
Dir fehlt nichts – es ist alles OK, wie es ist!
Du kannst dich natürlich wie ein moderner Don Quijote damit stressen, einen aussichtslosen Kampf gegen Mutter Natur und die Bildbearbeitungsindustrie zu führen, den du mit Sicherheit verlieren wirst. Oder du akzeptierst, dass alles so ist, wie es ist, und dein Leben & dein Training trotzdem verdammt geil sein können, wie du gleich sehen wirst.

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Der zweite Schritt zum Glück

Der erste Schritt aus dem Tal der Tränen heraus ist also die Erkenntnis, dass deine Situation absolut ok ist, wie sie ist, und du dich lieber um die Dinge kümmern solltest, die wirklich im Bereich deiner Einflussmöglichkeiten liegen:
So wie du deine genetische Veranlagung nicht maßgeblich verändern kannst, wirst du auch nicht verhindern können, dass du naturgemäß irgendwann mit dem Alter etwas schwächer werden und deine Kraftwerte niemals bis ins Grab mitnehmen wirst (wozu auch). Die logische Schlussfolgerung: Wieso an einem sinkenden Schiff festhalten?

Es gibt für dich, um bei unserer Schiffs-Symbolik zu bleiben, auf lange Sicht nur einen Ausweg, damit du nicht irgendwann im Strudel deiner eigenen Unzufriedenheit versinkst: Bessere Maßstäbe!
Der Ansatz ist denkbar einfach:

Mach nicht das Aussehen, die Kraft oder das Gewicht der anderen zu deinem Gegner.
Du selbst bist dein eigener Maßstab!

Entwickle eine gesunde “F*ck You”-Haltung gegenüber dem ganzen bullshit, der dir täglich begegnet, und kümmere dich um einen besseren Maßstab für deinen eigenen Trainingserfolg:

Es ist denkbar einfach:

  • Du siehst nicht aus wie das Model auf dem Magazin-Cover? “F*ck you, mir doch egal!”
  • Der Typ neben dir drückt mehr auf der Bank als du? “F*ck you, scheiß drauf!”
  • Jemand fragt dich nach deinem Gewichtsziel? “F*ck you, ich hab keins!”

Je eher du damit beginnst, dich um dich selbst zu kümmern, anstatt dich mit anderen zu vergleichen, umso besser.
Was willst du auch sonst machen? Du hast gar keine Chance, glücklich zu werden, wenn du an dem rat race der anderen teilnimmst:
So wie es in der Berufswelt unweigerlich zum Burn-Out führt, immer schneller und immer mehr arbeiten zu wollen, so löst dieselbe Methodik auch in der Trainingswelt das Ticket in Richtung Übertraining und Unzufriedenheit.
Doch wie könnten andere, bessere Maßstäbe für das eigene Training aussehen?

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Gesunde Maßstäbe

Ob du zu den Abertausenden gehörst, die auf Grund eines Neujahrsvorsatzes den Weg in ein Fitnessstudio gefunden haben oder schon seit Jahren am Eisen bist – die Maßstäbe, die dich vor Unzufriedenheit bewahren, sind exakt dieselben:
Was wirklich zählt, sind die Dinge, die du selbst kontrollieren kannst!

Wenn wir uns also der Frage nähern, wie wir unseren Trainingserfolg auf eine Art und Weise messen können, die uns vor chronischer Unzufriedenheit bewahrt, landen wir schlussendlich bei Fragen, die nur wir selbst uns beantworten können – unabhängig von allem, was um uns herum passiert und wer da gerade herumspringt:

  • Gehe ich so regelmäßig zum Training, wie ich es mir vorgenommen habe? (Krankheit ausgenommen)
  • Trainiere ich konsequent nach meinem Trainingsplan?
  • Gehe ich wirklich jedes Mal an meine Grenzen?

Das wars – das ist der ganze Trick! Die Wahrheit ist so simpel:

  • Wir können selbst kontrollieren, ob wir uns nach der Arbeit müde auf die Couch legen und rumlümmeln oder ob wir die Tasche packen und ins gym gehen
  • Wir können selbst kontrollieren, ob wir uns an unseren festgelegten Trainingsplan halten oder ob wir die Kniebeugen heute ausfallen lassen
  • Wir können selbst kontrollieren, ob wir wirklich an unsere Grenzen gehen oder ob wir früher aufhören, einfach nur weil es langsam anstrengend wird und wir innerlich anfangen rumzuheulen

Am Ende haben wir selbst die Wahl:
Wir können uns von äußeren Faktoren abhängig machen und versuchen, das Aussehen, die Kraft und das Gewicht der anderen zu “besiegen”, mit denen wir uns ständig vergleichen. Diese Ohnmacht wird uns zwangsläufig unglücklich machen, da wir wie ein Blatt im Wind dem ausgesetzt sind, was um uns herum passiert, keinerlei Kontrolle über unseren Erfolg haben und langfristig als Hamster im Laufrad enden, die zum Scheitern verurteilt sind.

Oder wir entschließen uns dazu, unser eigener Maßstab zu werden und somit zu versuchen, die beste Version unserer Selbst zu werden:

  • Niemand hat sich etwas vorzuwerfen, der sich konsequent dazu überwindet, das Fitnessstudio gegen die heimische Couch zu tauschen!
  • Niemand hat sich etwas vorzuwerfen, der seinen Trainingsplan rigoros verfolgt und sich nicht ablenken lässt!
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  • Niemand hat sich etwas vorzuwerfen, der beim Training immer und immer wieder an seine Grenzen geht und alles gibt, was er hat!

Und genau hier dreht sich der Wind: An diesem Punkt wird aus Frustration Stolz und aus einer gestressten Miene ein Lächeln.
Wer sich selbst besiegt, der hat allen Grund, auf sich stolz zu sein. Wer seine Grenzen überwindet, der kann befreit und mit einem Lächeln auf den Lippen aufatmen.
Kurzum: Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten alles tut, was in seiner Macht steht, der kann stolz und lächelnd das Fitnessstudio als Gewinner verlassen, so durchschnittlich er auch sein mag. Jemand stellt euch deswegen in Frage? “F*ck you”.

Statue: Silvester Stallone
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Bildquellen: mcgarrett88 (Flickr CC BY 2.0), William Bigelis (Flickr, CC BY-ND 2.0), CrossfitPaleoDietFitnessClass (Flickr, CC BY 2.0), Anna Lagercrantz (Flickr, CC BY 2.0), InSapphoWeTrust (Flickr, CC BY 2.0),

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Comments

  1. Remo says:

    Toller Artikel! Ich denke, dass es nicht nur fürs Wohlbefinden wichtig ist, deine Tipps zu befolgen. Auch für den Trainingsfortschritt ist es verdammt wichtig, zufriedener mit sich selbst und seinen Leistungen zu sein. Wenn einige im Gym unsauber trainieren dann oftmals, weil sie einem bestimmten Gewichtsideal hinterherrennen. Frei nach dem Motto “Mein Kumpel schafft 80 KG beim Bankdrücken, also drücke ich die auch…irgendwie”

    Viele Grüße

    Remo

    • admin says:

      Hallo Remo,

      vielen Dank für dein Feedback!
      Schön zu sehen, dass du derselben Auffassung bist und den Gedankengang nachvollziehen kannst. Vielen von uns würde ein bisschen mehr Gelassenheit im und ums Training herum sicher ganz gut tun : )

      Sportliche Grüße für ein stressfreies Training
      Sebastian

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