Macht Muskelaufbautraining zusätzlich zum Sport Sinn?

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„Ich trainiere meine Beine nicht, ich spiele ja schon Fußball!“ – wer sein Krafttraining ernst nimmt, der kann bei solchen Sprüchen nur mit den Augen rollen. Die Möglichkeit, dass konsequentes Muskelaufbautraining der eigenen Sportart zu Gute kommen könnte, verdrängen viele Hobbysportler – schade eigentlich, lassen sie doch aus Faulheit oder mangels besseren Wissens die Chance auf bessere Leistungen in ihrer Disziplin auf der Straße liegen. Ob und wieso Muskelaufbautraining als eine Art Allzweckwaffe bei vielen bewegungsintensiven Sportarten gesehen werden kann und worauf ihr achten solltet, falls ihr euch für zusätzliches Krafttraining rund um euer normales Trainingspensum entscheiden solltet, darüber klärt euch german-aesthetics heute auf.

Leistungssteigerung durch Muskelaufbautraining?

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Bei vielen Sportarten ist auf den ersten Blick nicht klar, wieso eine extra Portion Krafttraining tatsächlich für bessere Trainings- und Spielresultat verantwortlich sein soll. Nehmen wir als Beispiel Basketball: Die reine physische Kraft wird höchstens in Zweikämpfen gefordert, und selbst in dieser Situation fällt die Intensität verglichen mit Football oder Rugby verhältnismäßig gering aus. Das Potential, sich mit Krafttraining verbessern zu können, lauert allerdings etwas versteckt in vielen anderen Bereichen! Starke Beine durch Beintraining etwa können nicht nur den Antritt bei einem Konter verbessern, sie ermöglichen gegebenenfalls auch die Hoheit im Luftduell um einen fliegenden Ball. Genau zu diesen Erkenntnissen kommt eine aktuelle Studie aus Portugal: Muskelaufbautraining kann, richtig eingesetzt, förderlich für die spezifischen Anforderungen etwa im Basketball sein. Basis der Untersuchung waren verschiedene Tests, bei denen wichtige Bewegungsabläufe und beanspruchte Muskelgruppen wie z.B. die Sprungmuskulatur untersucht wurden. Die Gruppe, die über das normale Trainingspensum hinaus noch Muskelaufbautraining betrieb, konnte sich sowohl in Sachen Kraftzuwachs als auch bei den ausgesuchten Tests signifikant verbessern [1].

Bringen weitere Reize überhaupt etwas?

Sicherlich lässt sich argumentieren, dass durch regelmäßiges Training – egal ob Basketball, Fußball oder Hockey – schon ein gewisser Trainingsreiz gesetzt und die Muskulatur beansprucht wird. Um die Effekte von weiterem Krafttraining auf Sportler, die regelmäßig und intensiv körperlich trainieren, zu messen, absolvierten Rugby-Spieler für eine Studie additiv zu ihrem normalen Training über mehrere Wochen ein gezieltes Muskelaufbautraining. Das Resultat der aktuellen Untersuchung: Trotz der ständigen Belastung durch die normalen Übungseinheiten konnten sich die Testkandidaten im Krafttraining deutlich steigern [2]!

Ran ans Eisen?

Mannschaftssport oder Einzelaktivitäten sind also kein Grund, auf persönliches Krafttraining zu verzichten, im Gegenteil: Wer sinnvoll trainiert, der kann durch Muskelaufbautraining in einem Wettkampf sogar im Vorteil sein!
Bei aller Euphorie gilt es aber stets eins im Auge zu behalten: Muskeln wachsen, wenn sie ruhen. Egal ob ihr also Tabata Training macht, um beim Baseball schneller die Bases umkurven zu können oder mit Hilfe von Grundlagenplänen wie WKM und Starting Strength eure Körperkraft steigern wollt, um beim Karate oder Judo besser bestehen zu können – überlegt euch vorher, ob euch noch genügend Luft für eine ausreichende Regeneration bleibt, wenn ihr euren Sport mit ergänzendem Krafttraining verbindet. Wenn das gegeben ist, steht euch allerdings kein Hindernis im Weg, um in eurer Freizeit etwas für euren Körper zu tun – mit Unterstützung von german-aesthetics!

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Quellen:
[1] „The effects of resistance training on explosive strength indicators in adolescent basketball players“. EJ Santos, MA Janeira. Journal of strength and conditioning research, 2012.
[2] „The effects of a resistance-training program on strength, body composition and baseline hormones in male athletes training concurrently for rugby union 7’s“. BT Crewther et alt. The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness, 2013.

Bildquelle: InSapphoWeTrust (Attribution-ShareAlike 2.0), InSapphoWeTrust (Attribution-ShareAlike 2.0), Ieuan Jenkins (Attribution 2.0)

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