Mehr Power im Krafttraining durch Pre-Workout Booster?

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Sie heißen Hot Blood, N.O.-XPLODE oder SuperPump – Pre-Workout Booster erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit und sind heutzutage in bunter Vielfalt in diversen Supplement-Shops erhältlich. Der Name dieser Nahrungsergänzungsmittel verrät auch schon ihr Ziel: Sie sollen wach machen und die im Körper versteckten Energiereserven vor dem Krafttraining mobilisieren, damit ein umso härteres und erfolgreicheres Workout möglich ist. Aber wie genau funktionieren Pre-Workout Booster, auf welchen Inhaltsstoffen basieren sie und sind damit tatsächlich bessere Leistungen im Krafttraining möglich – german-aesthetics geht diesen Fragen für euch auf den Grund.

Auf der Suche nach den Kraftspendern

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Im Prinzip kann man sich Pre-Workout Booster ähnlich wie Energy Drinks vorstellen. Sie werden im Gegensatz zu Red Bull und Co. zwar meist in Pulverform verkauft, basieren aber häufig auf denselben angeblich aufputschenden Stimulanzien wie etwa Koffein und Taurin, weshalb sie meist vor dem Krafttraining eingenommen werden. Einige der weltweit populärsten Vertreter von Pre-Workout Boostern, wie z.B. Jack3d von USP Labs oder 1.M.R. von BPI, wiesen zudem lange Zeit eine weitere Substanz, das so genannte 1,3 Dimethylamylamin (DMAA), auf. Bei dieser Substanz, die auf Zutatenliste auch als Geranium zu finden ist, handelt es sich um einen amphetaminähnlichen Wirkstoff, der lange Zeit für den Erfolg dieser Supplements verantwortlich war, seit Mitte 2012 aber in vielen Ländern weltweit verboten ist – sogar in den USA wurden Hersteller von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) abgemahnt. In Deutschland sind DMAA enthaltende Produkte berechtigterweise auf Grund ihrer möglichen Nebenwirkungen ebenfalls nicht verkehrsfähig, weshalb wir uns in diesem Artikel auf Pre-Workout Booster konzentrieren, die Koffein als Basiswirkstoff besitzen.

Bringen Pre-Workout Booster tatsächlich etwas?

Energy Drinks als handelsübliche Pre-Workout Booster

Zugegeben: Die Vorstellung, „per Knopfdruck“ mehr Power im Krafttraining entwickeln zu können, ist reizvoll. Dennoch lassen wir all die schönen Versprechen der Supp-Hersteller einmal links liegen und schauen uns die Fakten an, nämlich zu welchen Ergebnissen die unterschiedlichen Studien zu diesem Thema wirklich kamen! Und tatsächlich – der Werbeslogan Red Bull verleiht Flügel scheint auf den ersten Blick gar nicht mal so sehr aus der Luft gegriffen zu sein. Bereits 2009 konnte im Rahmen eines Experiments mit Zeitfahrern im Radsport-Bereich die leistungsfördernde Wirkung von koffeinhaltigen Getränken nachgewiesen werden [1]. Im Folgejahr konnte gezeigt werden, dass positive Effekte nicht nur im Radsport, sondern auch im Krafttraining auftreten können: Eine erhöhte Sauerstoffaufnahme während der Trainingsbelastung konnte in einer 2010 durchgeführten Studie bei Männern, die vor dem Krafttraining einen Energy Drink konsumierten, dokumentiert werden [2]. Gerade für Frühaufsteher oder Fans von morgendlichem Intervalltraining gibt es außerdem gute Neuigkeiten: Einige von euch kennen sicherlich das Phänomen, dass man bei einem Krafttraining in der Früh nicht die volle Leistung abrufen kann. Geschuldet ist dies den Schwankungen unseres neuromuskulären Systems, also dem Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur, welches unseren Tagesrhythmus bestimmt. Mit einem Pre-Workout Booster oder anderen Koffeinlieferanten lässt sich unser Stoffwechsel ankurbeln und die Leistungsfähigkeit im Krafttraining erhöhen [3].

Wann Pre-Workout Booster optimal wirken

Natürlich hat eine Medaille aber immer zwei Seiten, und so gibt es auch in diesem Bereich Studien, die gegenteilige Ergebnisse präsentieren [4]. Die optimale Wirkung von Pre-Workout Booster beeinflussen unterschiedliche Faktoren, z.B. euer täglicher Koffeinkonsum. Wer regelmäßig und viel Kaffee konsumiert, der wird sicherlich weniger bei einer Booster-Einnahme spüren, als Koffeinabstinenzler. Zum Dauerzustand solltet ihr es zwar nicht machen und Pre-Workout Booster vor dem Krafttraining trinken wie Mineralwasser, gerade für eine Trainingssession am Morgen oder nach einem harten Bürotag können koffeinhaltige Getränke allerdings für Motivationsschübe sorgen und euch darüber hinaus helfen, eure Leistungsreserven zu mobilisieren, schließlich enthalten viele Booster Creatin und Beta-Alanin, sowie weitere für den Muskelaufbau interessant Wirkstoffe.

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Quellen:
[1] „Improved cycling time-trial performance after ingestion of a caffeine energy drink“. JL Ivy et alt. International journal of sport nutrition and exercise metabolism, 2009.
[2] „Low-calorie energy drink improves physiological response to exercise in previously sedentary men: a placebo-controlled efficacy and safety study“. CM Lockwood et alt. Journal of strength and conditioning research, 2010.
[3] „Caffeine ingestion reverses the circadian rhythm effects on neuromuscular performance in highly resistance-trained men“. R. Mora-Rodriguez et alt. Plos One, 2012.
[4] „Acute effects of a caffeine-taurine energy drink on repeated sprint performance of American college football players“. N Gwacham, DR Wagner. International journal of sport nutrition and exercise metabolism, 2012.

Bildquelle: Simon le nippon (Attribution-ShareAlike 2.0), Guudmorning! (Attribution 2.0), Mike Mozart (Attribution 2.0)

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